08.06.2010
08:49

Hamburg ganz unten

Über ein Viertel Schüler, die nicht richtig lesen können

Das Hamburger Abendblatt zeigt, wo Hamburgs Schule steht: ganz unten.

pisaversteher.de präsentiert die Daten aus Pisa2006 E von Manfred Prenzel noch einmal. Aus ihnen geht hervor, dass Hamburgs herrschendes Schulsystem so nicht bleiben kann.

Im Lesen und in Mathematik gibt es über 27 Prozent Risikoschüler unter Hamburgs 15-jährigen. Das heißt sie landen außerhalb messbarer Kompetenzen des Pisatests oder auf der untersten Pisastufe 1.

Beim Lesen bedeutet das: 27 Prozent der Hamburger 15-jährigen können z.B. eine Gebrauchsanweisung nur entziffern - aber nicht verstehen. In den Naturwissenschaften sieht es ein bisschen besser aus, da gibt es "nur" 24 Prozent Risikoschüler.

Nur in einer Disziplin ist Hamburgs Schule deutscher Meister: Im Abstand zwischen guten und schlechten Schülern. Die Eleven der Hansestadt liegen laut Pisadaten 124 Punkte vor den Schmuddelkindern in den Hauptschulen.

Das ist ein dramatischer Wert - er liegt noch über der Differenz zwischen Gut und Schlecht Deutschlands (112 Punkte) und dem Differenz-Mittel der OECD, der bei 99 Pisapunkten liegt.

Was sagt dieser Wert aus? Dass die deutsche Schule die Kinder in ein Oben und Unten spaltet. Und genau in dieser Disziplin liegt Hamburg ganz vorne. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sagte dazu gerade im Thalia-Theater: Es ist gefährlich einen Teil der Jugendlichen einer Stadt einfach zurückzulassen.

Wer Hamburgs Schüler im amtlichen Dokument nachlesen möchte, tue es hier.

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